App: Pixibuch Max baut ein Piratenschiff von Carlsen

Heute kostenlos die Bilderbuch-App Max baut ein Piratenschiff für das iPhone von Christian Tielmann und Sabine Kraushaar (Illustrationen).

Max und seine Freundin Pauline wollen ein Piratenschiff bauen. Max‘ großer Bruder Felix ist allerdings nicht von der Idee überzeugt: Wie ein Piratenschiff sieht die Holzpalette nicht gerade aus… Aber daraus wird durch die Hilfe von Max‘ Eltern, einer schaurigen Totenkopf-Flagge und einem prächtigen Mast ein tolles Piratenschiff, auf dem auch Felix anheuern möchte.

Die App ist übersichtlich animiert. Man kann sich das Pixi-Buch vorlesen lassen oder den Sprecher ausblenden. Allerdings ist der Text sehr klein geschrieben (auf dem iPhone ist auch wirklich wenig Platz dafür) und dementsprechend nicht gut zu lesen. Einzelne Elemente sind auf den Seiten animiert und akustisch unterlegt. Man kann Pauline z.B. mal den Kopf drehen oder die Mäuse in der Garage fiepen lassen. Viel Bewegung ist aber nicht zu erwaten. Optional kann der Text auch auf englisch (vor)gelesen werden.

Insgesamt schön gemacht, eine nette Geschichte und vielleicht eine Anregung für ein Bastelprojekt im Sommer.

App für das iPhone

App: Finding Frankie Frog oder Kuckuck, da bin ich! von Oetinger

Heute ein Beitrag zu einem animierten Kinderbuch von Oetinger für iPad/iPhone und Android. Die App richtet sich an Kinder ab zwei Jahren. Ich habe die englische Version für das iPad runtergeladen, die es heute kostenlos gab, die deutsche ist für 0,79€ zu haben.

Die App umfasst fünf Seiten, alle nach demselben Schema aufgebaut. Die tierischen Protagonisten spielen Verstecken und auf jeder Seite wird ein weiterer Charakter entdeckt. Es ist voreingestellt, dass das Ganze vorgelesen wird. Es ist aber auch möglich, selbst Aufnahmen zu machen. Einzelne Elemente der jeweiligen Seite sind animiert und lautlich untermalt. Kinder können so das in der Badewanne versteckte Schweinchen noch einmal auftauchen lassen, im Bad die Klospülung betätigen oder ein Entchen zum Quietschen bringen. Optisch ist die App auch ein Hingucker, wegen der ansprechenden Illustrationen von Anke Dammann.

Ein kleines Puzzlespiel ermöglicht es den Kindern, eines der Bilder noch einmal selbst zusammen zu setzen. Das Puzzle kann aus 6, 12 oder 20 Teilen bestehen, je nach Geschick. Etwas schade finde ich, dass es sich immer um dieselbe Illustration handelt.

Die App von Oetinger ist eine Universal-App und mit iPad und iPhone kompatibel, man kauft also eine Version und kann sie auf beiden Geräten benutzen. Allerdings ist das Ganze auf dem iPhone sehr klein. Den jeweiligen Text kann man nicht so gut lesen (auch wenn man ihn etwas vergrößern kann, nichts für Omas und Opas), hier ist die Vorlesefunktion nicht als optional anzusehen. Insgesamt aber ganz nett für unterwegs, wenn man das Ipad nicht dabei hat. Übrigens ist diese App auch für Android-Geräte (momentan kostenlos) erhältlich. Oetinger deckt damit die großen Plattformen ab.

Insgesamt eine nette Kinderbuch-App zu einem wirklich günstigen Preis und eine gute Möglichkeit, schon die Kleinen mit den Geräten vertraut zu machen.

iPad/iPhone (deutsch/englisch) und Android (deutsch)

Bürgervorlesung zum 200. Geburtstag der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm

In diesem Jahr feiern die Kinder- und Hausmärchen von Jacob und Wilhelm Grimm ihren 200. Geburtstag. Ihr Werk gilt als das berühmteste und weitverbreitetste deutsche Buch (mit der Luther-Bibel).

Anlässlich dieses Jubiläums findet an der Goethe-Universität Frankfurt im Sommersemester 2012 eine Bürgervorlesung mit dem Titel Märchen – (k)ein romantischer Mythos? statt. Veranstalter ist das Intitut für Jugendbuchforschung. Ab dem 11. April 2012 werden von wechselnden Vortragenden Vorlesungen abgehalten, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Den Anfang der Ringvorlesung gestaltet Prof. Dr. Hans-Heino Ewers, Direktor des Institus für Jugendbuchforschung und mit Prof. Dr. Claudia Pecher Leiter der Veranstaltung. Prof. Ewers hält einen Vortrag zu dem Thema Märchen – (k)ein romantischer Mythos? Zur Umdeutung einer Gattung durch die Brüder Grimm. Der Vortrag verspricht, einen Einstieg in die Veranstaltung und auch einen etwas anderen Zugang zur Gattung zu geben.

Eckdaten der Veranstaltung: Jeden Mittwoch ab 11. April bis zum 4. Juli, um 18.30 Uhr im Hörsaalzentrum Raum HZ 6 (Neubau am Campus Westend)

Zum Weiterlesen: www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/jubufo/Ringvorlesung.html

Bild: Wikipedia

Deutscher Jugendliteraturpreis 2012

In knapp zwei Wochen werden die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012 auf der Leipziger Buchmesse bekanntgegeben.
Der AKJ prämiert hier Titel in den Kategorien Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Eine Jugendjury verleiht ebenfalls einen Preis, was ich am spannendsten finde, da hier die eigentliche Zielgruppe zu Wort kommt. Mit einem Sonderpreis werden deutsche Autoren, Übersetzer und Illustratoren für ihr Lebenswerk geehrt.

Das Ergebnis wird traditionell auf der Frankfurter Buchmesse am 12. Oktober verkündet. Karten für die Veranstaltungen können ab Juli beim AKJ bestellt werden.

Bis es soweit ist, möchte ich hier die nominierten Werke vorstellen und spekulieren, wer gute Chancen auf den begehrten Preis, die bronzene Momo, hat.

Zum Weiterlesen: www.djlp.jugendliteratur.org

Bild: Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ)

Eins Zwei Drei Tier von Nadia Budde

Auch wenn das spaßige Pappbilderbuch von Nadia Budde schon etwas älter ist (EÖ 2008), bin ich der Meinung, dass man auch nach der 12. Auflage im Peter Hammer Verlag noch einmal was drüber schreiben kann.

Eins Zwei Drei Tier ist eine gelungene Mischung aus kritzelhaften, frechen Illustrationen (ich finde der Stil von Budde ist wirklich was Besonderes) und Nonsense-Reimen. Bei Amazon wird ein bisschen darüber gemeckert, dass das Buch nichts für die Kleinen sei. Ich denke, man lässt sich von dem gewählten Format des Pappbilderbuches etwas täuschen (und achtet auch nicht auf das vom Verlag empfohlene Alter von 3-6 Jahren). Zwar richtet es sich dadurch anscheinend primär an Kleinkinder im Krabbelalter, die Bücher vor allem fühlen und „bearbeiten“ wollen, allerdings können dem Witz der Reime und den Illustrationen wohl erst Kindergartenkinder etwas abgewinnen.

Gereimt wird auf zusammengehörende Begriffe meist mit einem Tier. Also z.B. „blond schwarz kahl – Schakal“ oder „groß mittel klein – Schwein“. Einer der Reime endet sogar auf „Du“ (ich will nicht zu viel verraten) und auf der Seite ist theoretisch Platz für ein kleines Selbstportät des Besitzers oder ein Foto, für die ganz persönliche Note. Ich finde, Eins Zwei Drei Tier ist klassikerverdächtig und eines der Bücher aus der Kindheit, die man auch als Teenager oder Erwachsener rauskramt und darüber schmunzelt.

Ein Zwei Drei Tier ist für 11,00€ erhältlich und zum gleichen Preis auch auf Englisch mit dem Titel One Two Three Me zu bekommen. Hierbei handelt es sich um ein eigenständiges Werk, keine Übersetzung, was wegen der Reime nicht möglich ist. Auch schön!